Hike nach Kottmannshausen - 12.10. - 15.10.2016
Hajk 2016 / Eine pornöse Trekkingtour (Schlumpf's Fahrtenbericht)

Los ging es am 12.10.2016.  Kelly, Bongi, Punch, Macke, Knuddel, Koala und ich (Schlumpf) trafen sich gegen 11 am Gruppenraum, denn bevor es los ging, mussten noch einige Sachen; Kothenbahnen, Kothenkreuze, Getränke und anderer Allgemeinheitskram verpackt werden.


Zunächst wurde der Weg auf der Karte erkundet.


Schwer bepackt starten wir vom Gruppenraum

Dann gegen kurz nach zwölf ging es endlich los, bereits nach 50 Metern lief Knuddel gegen ein Straßenschild, warum weiß ich auch nicht… Nachdem wir uns von diesem Schock erholt hatten, gingen wir weiter in Richtung Oberbarmen. Doch auf dem Weg erwarteten uns noch einige Hindernisse, denn Koala wollte unbedingt Körperkontakt mit den herumstehenden Mülltonnen haben, was ziemlich viel Krach machte, da sie immer wieder mit dem Kochgeschirr, welches an ihrem Rucksack befestigt war dagegen stieß. Und dreimal mussten wir warten, da Punchs Schnürsenkel immer wieder aufgingen. Die erste Rast machten wir dann an einer Apotheke an der Heckinghauserstraße, da Kelly dort noch Erste-Hilfe-Sachen für den Hajk kaufte... Mann war die Schlange lang… Und so geschah es, als wir da warteten, Bongis Orangensaft-Flasche (Wir machen hier keine Schleichwerbung) sich selbstständig machte und auf die Straße rollte. Eigentlich wollte Bongi sie schnell wiederholen, aber da ein Laster anrollte, blieb uns nichts anderes übrig als zu hoffen…, - was leider nicht so viel brachte, der Reifen des Lasters traf direkt auf die Flasche, welche aufplatzte und uns alle mit Orangensaft bedeckte, Bongi schaffte es aber Kellys Rucksack vor dieser Dusche zu bewahren, weshalb er dieses Malör erst am Ende des Hajk erzählt bekam. Als Kelly dann endlich aus der Apotheke kam, ging es so richtig los, wir gingen Richtung Beyenburg auf dem Wanderweg R5, machten aber einen kleinen

Auf dem Weg nach Beyenburg, schauten wir am Kreuz von Kritzel vorbei. Wir überzeugten uns, dass es noch in Ordnung war. ----- (Das Taxi im Hintergrund war nicht für uns! Bis hier hin haben wir es auch ohne geschafft.)

Umweg um nach dem Zustand von Kritzels Kreuz zu gucken, welcher sehr gut ist. Die erste Pause machten wir an einer Bushaltestelle, weshalb wir einige Busse durchwinken mussten. Kelly hatte auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen Apfelbaum entdeckt. Er probierte die Äpfel, die noch am Baum hingen und befand sie für  ver-


Es sieht übrigens nur so aus, als sei Kelly hungrig.

 speisenswert. Frisch gestärkt gingen wir weiter und nach geraumer Zeit auf einem Waldweg in Richtung Beyenbur- ger Stausee. Unterwegs trafen wir die Mülleimer-Katze, welche aus einem Mülleimer sprang und versuchte in einen weiteren hinein zu kommen, was einige von uns dazu verlockte mit ihr zu spielen (*hust* Bongi und Koala *hust*). Als sie die Katze dann endlich hinter sich lassen konnten, war es gar nicht mehr so weit bis wir im Zentrum Beyenburgs waren, wo wir zum Bäcker wollten, doch - „Oh Schreck!“, er hat in den Ferien nur von 6:30 bis 13:00 Uhr geöffnet! - Schade, aber da konnten wir leider nichts dran machen, mussten also weiter gehen. Gar nicht mal so viel später erreichten wir ein Eiscafe, in dem wir alle etwas tranken und Waffeln aßen. Auf eine weitere Etappe vorbe- reitet, war, zumindest ich, verwundert, dass wir direkt um die Ecke schliefen.  Ein Kanuverein war so nett, uns eine der Wiesen zur Verfügung zu stellen, auf der wir eine Kothe und zwei Lokomotiven aufbauten. Währenddessen

 
Das große Saufen und Fressen versüßte uns mit Kakao und Waffeln den anstrengenden Marsch.

fuhren Kelly und Koala mit dem Bus zurück nach Wuppertal um einzukaufen. Als sie dann wieder da waren richteten wir uns noch ein und aßen dann auf einem Steg zu Abend. In dem Halbdunkel setzte Punch sich dann erstmal in Entenkacke. Nach dem Essen besprachen wir noch kurz den Tag und dann verabschiedeten sich Kelly, Macke, Knuddel und Koala ins Bett. Bongi, Punch und ich saßen noch ein bisschen auf dem Steg und hörten Musik und redeten, dort kamen wir dann auch auf „pörnos“, was jetzt DAS Wort dieses Hajk ist, „erstmal schön gönnen“ und „Ich seh den Sternenhimmel…“Außerdem muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass Bongi seinen Zwilling sehr vermisst hat und zumindest gerade immer noch vermisst und, dass das KEIN SPASS ist. Irgendwann entschieden wir uns dann auch pennen zu gehen. Eigentlich sollte Macke einen Wecker stellen, was sie auch tat. --  Wir waren doch alle etwas müde und schliefen recht schnell ein. Bei


Verdammt, so eine Lokomotive ist eng!


Das sieht nach Lästern aus.

ca. 6° Außentemperatur mussten wir uns erst an die Kälte gewöhnen. Ach übrigens der Wecker den Macke ja eingestellt hatte war zu leise und wir alle verpennten. Als wir es geschafft hatten aufzustehen, gingen wir zu dritt (Macke, Koala und ich) Brötchen holen als wir wieder kamen, bauten wir schon mal alle Zelte ab, bzw. mussten wir noch auf Knuddel warten, die immer noch nicht fertig war obwohl sie schon angefangen hatte sich umzuziehen, als wir losgegangen waren. Weshalb wir die Kothe dann erst nach dem Essen abbauten.

Als wir dann doch endlich anfangen konnten zu essen, landete Punch bei dem Versuch seitlich auf den Steg zu gehen FAST im Wasser, was ihm dann allerdings erspart blieb. Seinem Trinkflaschendeckel allerdings nicht, den fischte er dann mit einem Stock aus dem Wasser heraus und dann konnten wir alle ENDLICH anfangen was zu essen. Beim Abbau der Kothe kam dann erstmal die Schwierigkeit einen Hering, der in eine Wurzel geschlagen war wieder aus dem Boden zu kriegen. Als das dann geschafft war verpackten wir alle Sachen wieder und legten die Rucksäcke für einen kurzen Moment beiseite, Kellys Rucksack dachte sich YouOnlyLifeOnce und rollte erstmal in Richtung See, wurde glücklicherweise aber von ein bisschen Gestrüpp aufgehalten. Als wir dann doch irgendwann, naja, genauer gesagt gegen 12 losgingen mussten wir erstmal einen Umweg machen, da die Brücke, die eigentlich auf unserem Weg gelegen hätte noch gesperrt ist. Als wir also da lang


Nebel wabberte morgens über den Beyenburger Stausee


Von der Erhöhung hinter Beyenburg
hat man eine wunderschöne Aussicht.

gingen auf dem X7, fiel Bongi plötzlich ein, dass er seinen Kaffeebecher stehen gelassen hatte, das machte ihn sehr traurig. Kurz darauf mussten wir den steilsten Berg des ganzen Hajk hoch, Kelly wollte nicht aufgeben, sondern es alleine schaffen, mit Gepäck. Was er dann auch tat. Und an dieser Stelle möchte ich einen Orden vergeben und zwar an den BMXler, der den Berg hinunter fuhr und sogar älter war als Kelly. Oben angekommen bot sich uns ein wunderschöner Anblick, den Bongi und ich sehr schnell verließen um den Berg runter und dann noch einmal hoch zu steigen, warum auch immer… Als wir diesen Berg dann hinter uns gelassen hatten durchquerten wir Oberdahl und Niederdahl, kamen dann nach Dahlerau und gingen dort in Richtung Aldi, wo wir einkaufen wollten. Auf dem Weg dorthin trainierten wir alle ein bisschen auf einem Muckibuden-Spielplatz mit verschiedenen Übungsgerä- ten. Nach dem Einkaufen haben wir noch bei einem Im-biss, der ebenfalls an dem Aldiparkplatz gelegen war ge-


Alle wollten es sehen..

...nur einer nicht, der schälte lieber einen Apfel.
Auf dem Weg nach Dahlerau verliebten sich Knuddel und Koala in mehrere Pferde,
während die anderen schon einmal an Fleisch dachten.

Auch bei den Pfadis sind die Selfies angekommen.

gegessen und ewig lange rumtelefoniert, um eventuell in einer der Kirchen Dahleraus zu schlafen, was leider fehl schlug und viel Zeit kostete. Währenddessen entschied Kelly  mit dem Bus nach Hause zu fahren und mit dem Auto wieder zu kommen und uns zu begleiten. Wir gingen noch ein Stück weiter in Richtung Radevormwald, Kelly blieb bei einer Bushaltestelle und wartete dort auf die 626, wir anderen gingen weiter und konnten letzendlich auf einer Wiese die von einigen Anwohnern gepachtet wird schlafen, da wir keine Möglichkeit hatten Kothen aufzubauen, bauten wir drei Lokos. Beim Abendessen ging alles ganz chaotisch zu, da wir kaum mehr Licht hatten. Am Ende aß ich dann noch ´ne Portion Müsli aus der Trinkflasche und wir alle gingen schlafen. Kelly pennte im Auto, Bongi und Punch hörten noch Musik, Knuddel und Macke redeten ein wenig und Koala und ich guckten einen Horrorfilm, was sich als nicht sehr schlau herausstellte, da wir Angst um unsere Füße bekamen, was Bongi ausnutzte,


Noch schnell ein zweites Selfie...

um uns zu erschrecken, zuerst packte er nur Koalas Füße an, doch nach ca. 5 Minuten kam er nochmal wieder und griff nach meinen Beinen, bei beiden Vorfällen schrien wir natürlich erstmal alles zusammen, was Macke weckte und Knuddel aus ihrer Loko hervorlockte. Was uns zu unserem nächtlichen Schoki-Essen bringt… Danach sind wir alle wieder schlafen gegangen, mitten in der Nacht hat Koala mich geweckt, weil sie in den engen Lokos Platzangst bekommen hat. Am Ende haben wir es dann so gelöst, dass sie im Auto pennte, was dann auch gut geklappt hat. Am nächsten Morgen war es sehr befreiend festzustellen, dass unsere Füße noch da waren. Frühstück gab es gegen 9:30 Uhr und losgegangen sind wir ca. um 11 Uhr. Unser Weg nach Radevormwald führte uns über eine alte Eisenbahntrasse, als wir dann da waren machten wir eine Pause in einer Bäckerei wo fast alle was tranken und aßen, danach ging es weiter zum nächsten Aldi, wo wir erneut einkauften. Wir brauchten ca. 1 Stunde mit Pause bis zum


So schwer können die Rucksäcke nicht gewesen sein, man konnte sich noch austoben.

Bauernhof der Familie Wendler in Kottmannshausen. In deren Scheune wir durften wir in der letzten Nacht schlafen , nach einem kurzen Aufenthalt dort gingen, Bongi, Knuddel und ich Milch bei dem Bauern, bei dem wir auch Pfingsten immer Milch kaufen holen und besuchten dort auch Benita, einen Bullen, den Bongi mittlerweile schon sehr gut kennt, eigentlich wollten wir auch Eier holen gehen, was leider nicht klappte, da eine alte genervte Oma, alt und genervt war und warum auch immer keine Eier mehr hatte. So gingen wir also mit unserer Kuh-Muh-Milch zurück (die Milch war natürlich genauso beliebt wie an Pfingsten auch, also ziemlich schnell weg) und schickten Kelly nochmal los um Eier zu kaufen. Als er wieder da war, saß Kelly für einen Moment auf seiner Motorhaube und hinterließ einen Abdruck seines Hinterns, als er aufstand. Dann machten wir ein Fotoshooting mit den Rindern und der Kuhfelldecke, die ich dabei hatte. Eigentlich den ganzen Hajk über, aber ganz besonders an diesem Tag suchteten Knuddel und Punch, Bongis Dampf,

(aus einer E-Zigarette) der nach Zuckerwatte riecht (meiner Meinung nach). Darauf bezogen wurde etwas gesagt, doch Kelly verstand „Knuddel soll sich Freunde suchen, die es ihr mit dem Teil besorgen“. An diesem Tag lernten Koala und ich auch unser Rind Gisbert kennen, er ist der einzige Bulle in seinem Stall, der schwarz-braune Flecken hat. An dieser Stelle möchte ich ebenfalls noch einmal erwähnen, dass die Milch pörnos ist. Vor dem Abendessen saßen wir auch noch auf der Wiese vor dem Bauernhof, aßen Doppelkekse und Macke hatte aufgrund einer Kuh-Sirene einen Lachflash, die Kuh machte: “Muuuuh-Muuuuuuuuuh-Muuuh-Muuuh-Muuuh!“. Danach fingen wir an zu kochen und aßen Rührei, Brot und einige Salat. Als es Dunkel war gingen alle bis auf Kelly auf eine Nachtwanderung, als wir zurück gingen blieben wir noch ein bisschen auf der Wiese vor dem Bauernhof und Bongi, Punch und ich liefen danach zur Bushaltestelle, Knuddel folgte. Koala und Macke gingen ins Bett. Als es anfing zu


Unser zweites Lager mit den "Lokomotiven"

 

Frühstück und der Wanderweg auf der alten Bahntrasse in Radevormwald.

regnen machten wir uns auf den Rückweg überlegten es uns aber doch anders, setzten uns noch einmal auf die Wiese vor dem Bauernhof, dieses Mal aber mit Chips, die wir uns zu viert teilten. Dann gingen wir tatsächlich schlafen, am nächsten Morgen frühstückten wir noch, packten unser Zeug zusammen und machten uns dann auf den Weg zum Busbahnhof in Radevormwald, zuerst gingen alle bis auf Kelly, dann fuhren Koala und Knuddel aber doch im Auto mit, um 12:28 nahmen wir die 226 in Richtung Wuppertal-Oberbarmen. Im Bus saß ein netter alter Mann, der den zweiten Orden dieses Hajk bekommt, da er einfach da saß und Leute auf seinem Notizblock malte und ihnen diese Bilder dann schenkte, unter anderem auch Knuddel und mir. In Wuppertal tranken und aßen wir alle noch etwas bei einer Bäckerei und räumten dann das Zeug im Gruppenraum weg. Gegen ca.15:00 Uhr waren wir komplett fertig.


Geschafft Wir sind in Kotmannshausen

In der Scheune durften wir pennen.
   

Weitere Überlegungen und „Insider“:
Auf der Wiese gegenüber des Bauernhofs stehen nur Kühe, die schwanger oder alt sind, deshalb hatten wir schon überlegt Kelly meine Rinderdecke zu geben und ihn dazu zu stellen.
Und ebenso diesen Dialog: - „Warum liegt hier Stroh?“ „Und warum hast du ´ne Maske auf?“ „Hä?“
Bericht von Gloria (Schlumpf)

Jetzt folgen noch ein paar Bilder, die nicht mehr in den Bericht passten.


Zuvor hatten wir den Boden der Scheune ein wenig gefegt.

Romantik im Stall

Rührei.

Und es schmeckt doch.

"Nö, ich hab keinen Hunger mehr."

"Gibt's noch was eßbares?"

Ruhe vor dem Packen.

"Ne, Kelly ich habe kein Handy."
   
   
   
Weitere Bilder folgen noch.
Die Zeichnungen von Schlumpf und Knuddel