Elternnachmittag vom 17. März 2001

Uff, das wäre geschafft! Man war das spannend. Was?

Unser Elternabend natürlich. Noch am frühen Morgen, als sich die Karawane unter der Leitung von Rocky, Schlaaba, und Bifi vom Gruppenraum zum Alten Markt in Bewegung setzte, hatten wir alle ein Kribbeln im Bauch. Trotzdem erreichten sie tatsächlich pünktlich den Bus der Linie 617. Bis zur Haltestelle Röttgen ging es. Dann zur Geschäftsstelle des Jugendringes. Aus der anderen Richtung war bereits der rote, fahrbare Schrotthaufen, auch Kelly's Auto genannt dort eingetroffen. Um die Nerven zu beruhigen wurde erst einmal gefrühstückt. Danach stand das lästige Spülen auf dem Programm. Die "Bühne" wurde vorbereitet. Dann begann das grosse Üben. Mit jedem neuen Versuch wurden die Sketchen immer besser. Die Akteure konnten sich endlich mit ihren Rollen anfreunden. Als wir den Sketch "Jetzt" übten vergaß Antidu seine Linsensuppe auf den Herd. Trotzdem konnte man die Linsenbriketts beim Mittagessen noch geniessen. Danach mussten 102 Brötchen Hälften geschmiert und belegt werden. Damit waren wir gerade fertig geworden, als die ersten Eltern eintrafen.

Es ging dann auf drei Uhr zu. Einige der Eltern brauchten etwas länger, weil die Parkplätze Mangelware rund um den Röttgen sind. Die Kinder setzten sich in einer Reihe vor den Eltern hin und klappten ihre Beine übereinander. Dreimal ging das Fragewort "jetzt?" durch die Reihe, jedesmal wurde es energisch mit nein beantwortet. Dann jedoch die Erlösung, Ja! Jetzt. Auf dieses Kommando hin, wechselten alle die Beine von links nach rechts über Kreuz. Jetzt ging es los!

Kelly kam auf die Bühne und brachte eine etwa 20 cm dicke Liste mit. Er knallte die Liste auf das Rednerpult, daß es nur so staubte. Damit begrüsste er die Eltern. Er fing bei den Anfängen der Freien Pfadfinderschaft an, also fast im Mittelalter. Von hier und da von gestern und vorgestern. Die Kinder hatten ihren Spass! (Gäääähn!) Doch plötzlich ein Geräusch an der Eingangstür. Stöhnend, humpelnd und mit Verbandszeug eingelullt, kamen Wurzel und Mickey mit 20 Minuten Verspätung herein. Kelly fauchte sie sofort an, "Wo kommt ihr den jetzt erst her?! Ihr solltet doch schon vor 20 Minuten hier sein." "Wir haben unser gute Tat getan!" " Wie - gute Tat?" "Wir haben einer alten Oma über die Strasse geholfen!" "Und warum seht ihr dann so aus?!?" "Sie, - Sie wollte gar nicht!" - Kelly war platt. Er setzte aber unbeirrt seine Rede fort. Im Hintergrund Gähnen. Dann fing der alte Klepper von seinem 30 - jährigen Geburtstag an zu schwafeln. Das war den Kindern zu viel. - Sie sprangen auf und schubsten den Labersack weg.

Rocky übenahm die Leitung des Abends. Es begann mit unserem neueröffneten Restaurant. Stefan in der Rolle des trotteligen Obers, servierte er mehr auf dem Boden und im Gesicht seiner Gäste, so das diese den Ort des Geschehens schnellstens wieder verliessen. Der arme Bobo wagte es einen Apfelkuchen mit Sahne zu bestellen. Den bekam er auch, leider hatte der Ober das von Milka bestellte Schnitzel vom Teller verloren. Er rutschte jetzt darauf aus und der Sahnekuchen landete im Gesicht von Bobo. Doch erst die Bestellung von Aline, nämlich eine Ochsenschwanzsuppe brachte den Ober in Verlegenheit. Er kämpfte mit dem Ochsen und mit letzter Kraft servierte der den eroberten Ochsenschwanz. Die Kinder hatten bei diesem Sketch immer mehr Spaß bekommen, so das diese Vorstellung von allen mit riesigem und vor allem verdienten Applaus belohnt wurde. Allen Schauspielern fiel ein Stein vom Herzen.

Jetzt waren auch ein paar Eltern gefragt. Beim Ballonspiel mussten sie beweisen, dass sie sportlich besser sind als die Kinder. Weit gefehlt. Am Ende stand es 5 : 5. Damit die Eltern wieder fit werden gab es für sie Kinderriegel, damit sie groß und stark werden können. Vor der Pause kam dann noch der Pfingstlagerfilm. Der dauerte fast 25 Minuten und brachte auch noch ein paar Lacher. In der Pause konnte man sich mit Brötchen und verschiedenen Getränken für die zweite Halbzeit stärken.

Wir wollen unsere Kasse aufbessern und haben Professor Schrottmeier (Quax) beauftragt einen tauglichen Roboter zu entwickeln Heraus kam der HR 2001. Er konnte ihn tatsächlich auf dem Elternabend vorstellen. Der HR 2001 (Bifi) kann Zeitung holen, Kaffee kochen, bügeln, arbeiten am Computer erledigen. Leider liess Professor Schrottmeier seine Fernbedienung fallen und mitten im Bügeln verlor er die Kontrolle über HR 2001. Er musste ihn von Hand abschalten. Er konfigurierte den HR 2001 kurz neu. Damit ging aber die Pannenserie los. Statt das T - Shirt zu bügeln, zerriss er es. Die Wäsche wurde nicht sortiert, sondern in der Gegend verstreut. Ein letzter Versuch am Computer. Diesmal brachte aber der Rechner Marke Mikroschrott BSE den HR 2001 zur Weissglut. Nach einem schweren Ausnahmefehler, schleuderte HR 2001 die Tatstatur auf den Boden und trampelte darauf herum. Professor Schrottmeier brach die Vorstellung ab. HR 2001 klaute die Fernbedienung, dann lief er hinter Professor Schrottmeier her und murmelte: "Professsor ausschalten, Professsor ausschalten, Professsor ausschalten...

Jetzt waren die Eltern wieder gefragt - und dass im wahrsten Sinne des Wortes. Wer wird Millionär wurde in etwas abgewandelter Form gespielt. Da wir keine Millionen aussetzen konnten, bestand unser Gewinn aus Kinokarten. Die Mutter von Milka stand plötzlich ganz allein im Rampenlicht. Damit kann die ganze Familie in Kino gehen. Zum Schluss noch eine Lachnummer: Stefan musste Rocky mit Youghourt füttern und Milka durfte das mit Blubb tun. Geschmeckt hat es allen vier. Nur wie sie aussahen, das ist eine andere Frage.

Danach haben wir noch eine Gesprächsrunde für die Eltern angeboten. Ein paar Fragen konnten wir noch beantworten und dann kam einer der Väter auf die gute Idee eine Sammelbüchse rumgehen zu lassen. Immerhin 220,00 DM kamen zusammen. Damit wurde ein grosser Teil unserer Ausgaben wieder auf ein erträgliches Maß reduziert.

Wir beendeten den Elternabend und mussten noch aufräumen. Doch eine der grössten Pannen geschah am Schluss. Wir vergaßen leider den Abschlusskreis und dadurch konnten die Eltern auch vor einem Hörschaden bewahrt werden. Sie mussten sich nicht das Abschlusslied anhören. - Schade wir hatten Schlaaba eigentlich gebeten, uns mit seinem Horn zu begleiten, als es aber zu Ende ging saß er auf der Toilette und konnte das Desaster nicht mehr verhindern.

Ich, für mich und ich glaube ich spreche auch für alle anderen Anwesenden, es war ein gelungener und toller Nachmittag!!!!! - Kelly