Mittwoch, 28. + Donnerstag, 29.06.2000

Es war mal wieder soweit. Wir wollten auf Großfahrt gehen. Die Gruppenstunden vielen an diesem Tag aus, weil wir ja mit packen beschäftigt waren. Allerdings meinten einige Leute, dass sie nicht pünktlich sein müssten. (Kelly ist diesmal nicht gemeint!) Als dann die gesamten Sachen aus dem Gruppenraum rausgeholt wurden und das Gepäck ebenfalls da war, bekam Kelly immer größere Augen: „Wo soll das denn alles hin?“ Kein Wunder wenn man die Größe des Anhängers und die der Ladefläche im Bus begutachtete. Nach zwei Stunden hin und herpackerei hatten wir es dann doch noch geschafft alles unterzubringen, ohne auf lebensnotwendige Dinge verzichten zu müssen. Nachdem dann nun endgültig verabredet worden war, dass es um 23:00 Uhr am Barmer Bahnhof losgehen sollte, gingen alle wieder nach Hause. So gegen 23:00 Uhr trudelten dann so allmählich alle Teilnehmer (auch Kelly!!!) ein. Nach kurzem Abschiedszeriomoniel konnten wir im mehr oder weniger bequemen Bus abfahren. Meine Wenigkeit hatte die große Ehre die Karte zu lesen. Deshalb sind wir wahrscheinlich auch das eine oder andere Mal die falsche Ausfahrt rausgefahren, aber was soll‘s. Die Busfahrt selber verlief ganz ruhig. So gegen 04:45 Uhr erreichten wir den Fährhafen von Calais. Da unsere Fähre erst in 1 1/2 h fuhr, hatten wir Freizeit. Während Kelly in dieser Zeit schlief, lief der Rest im Hafen rum und begutachtete die Schiffe und Boote. Die Überfahrt dauerte 70 min. Auf dem Schiff wurde natürlich erst das Videospielcenter gestürmt, oder der Duty – Free shop heimgesucht. Nachdem die Durchsage kam, dass die Fähre anlegt, begaben wir uns zurück zu den Autos. Die restliche Busfahrt dauerte noch ca. 4 Stunden. Als wir dann bei Susan ankamen, um diese abzuholen, damit sie uns den Weg zu unserem Platz zeigte, bekamen wir erst mal etwas Essbares und Trinkbares. Danach ging es zu unserem Platz in Blaby bei Leicester. Dort wurden der Bus und der Anhänger ausgeladen. Dann ging es ans Eingemachte. Nach dieser Horrortour mussten wir noch unsere Zelte aufbauen. Dies verlief, bis auf, dass das Zelt der Gruppenleiter einem Schweizer Käse ähnelte, ganz zügig ab und ohne irgendwelche Pannen (was eigentlich eher anormal ist). Danach fuhren Susan und ich erst einmal shoppen. Eigentlich wollten Susan und ich nur Fish and Chips kaufen, aber da der Laden erst in einer halben Stunde öffnete, besuchten wir noch den Supermarkt. Als wir im Lager ankamen, stürzten sich sofort alle auf das zu 80 – 90 %ig aus Fett bestehende Essen. Nach dem Essen war Freizeit und die Nachtruhe wurde auf 22:00 Uhr festgesetzt, woran sich auch alle hielten (was auch nicht normal ist). Soweit endet unser Anreisetag.

Trockner

Freitag, 30. 06. 2000

Nachdem wir die erste Nacht in unseren perfekt aufgebauten Zelten verbracht hatten und nicht mehr so müde aus der Wäsche guckten, wie am Tag vorher, gab es ein reichhaltiges (von den Gruppenleitern) vorbereitetes Frühstück. Danach spielten einige wieder Fußball, während die Küche und die Zelte richtig eingeräumt wurden. Am Vormittag fuhren wir in die „Stadt“ (Blaby) um für das Mittagessen (China – Fix – Tüte) einzukaufen. Nachdem alle die 6 oder 7 Geschäfte durchgeguckt hatten, ging es zurück zum Lager, um zu essen. Danach pennte Trockner bis abends... Am Nachmittag regnete es ein paar Mal. Das störte aber niemand beim Fußballspielen. Dann bekamen wir den Einfall einen netten Fahnenmast zu bauen. Deshalb besorgten wir Holz und anderes Baumaterial. Leider klappten alle Versuche etwas zu bauen nicht, uns so schoben wir den Bau auf Samstag. Nach dem Abendessen wurde im Dunkeln Fußball gespielt... (Au, foul mich nich! Ich? Ich hab dich gefoult?) Um 23:00 Uhr war dann Nacht “Ruhe“. - Rocky

Samstag, 01.07.2000

So langsam haben sich die ersten Regeln durchgesetzt. Nach dem Frühstück fingen wir an unseren „Turm“ aufzubauen. Alle „durften“ mithelfen. Mancher Knoten musste 3 oder 4 Mal geknotet werden. Zum Schluss richteten wir den Fahnenmast auf. Rechtzeitig, bevor die District Scout Commissioner (Kathy) gekommen ist. Danach durften wir wieder spielen. Susan war auch gekommen und wir beschlossen angesichts der schlechten Großwetterlage unser Aufenthaltszelt in Susans Garten zu verlagern. Also bauten wir es ab. Trockner und Andreas fuhren mit und bauten das Zelt bei Susan und John wieder auf. Im Lager machten wir den großen Dalmuti aus. Als es Zeit wurde mit dem Rest ebenfalls zu Susan zu fahren, fragte Kelly noch nach der Straßenkarte. Rocky (Großkotz in Person) meinte aber er kennt den Weg. Also fuhren wir los. Prompt hatten wir uns verfahren. Aber irgendwann nach mehreren Rundfahrten um die Roundabouts herum kamen wir an. Uns erwartete ein massives Barbecue. Wir stopften uns voll und anschließend eroberten wir einen Spielplatz. Als wir wieder ins Camp zurückfuhren hatten wir Zuwachs bekommen. Daniel, ein 9 – jähriger Engländer wollte bei uns pennen. Diesmal betätigte Trockner sich als „Großkotz“ und meinte, er fände den Rückweg. Na ja, Kelly war mal wieder der leidtragende. Er musste das Auto ohne Servolenkung hin und her wenden. Aber auch hier: Wir fanden unser Castle. Bifi lief den ganzen Tag mit Halsschmerzen durch die Gegend. Er durfte Kamillentee schlürfen und gurgeln, welches er sichtlich genoss. Dann war aber auch schon wieder Nachtruhe. - Kelly

Sonntag, 02.07.2000

Am 4. Tag unserer Reise zogen wir uns alle die dreckigsten Schuhe überhaupt an. Es stand etwas an: WET `n WILD. Da wir nicht wussten, wann die Pfadfinder aus Leicester kommen sollten, aßen wir das Frühstück eine halbe Stunde früher. Kaum waren wir mit dem Spülen fertig, kamen sie auch. Sie bauten eine Menge Stände auf, als da wären: Wasserbombenkatapulte, wobei der von Rocky und mir leider nicht funktionierte. Andere konnten ihre Wasserbomben meterweit katapultieren, unsere Wasserbomben kamen nach 10 cm auf dem Boden an.. Ein weiterer Stand bestand darauf etwas zu kochen. Wir erstellten wohlschmeckende Pfannkuchen mit Schokoladensoße. Luftgewehr schießen - nicht für uns, wir hätten die Erlaubnis der Eltern gebraucht. Auch unsere Gruppenleiter waren von der Idee des Schießens nicht begeistert. Aber als Alternative durften wir einen Raketenwerfer ausprobieren. Das war gut. Plastikflaschen wurden mit Wasser zur Hälfte gefüllt. Die andere Hälfte wurde mit Luft aufgefüllt. Das funktionierte so: Mit einer Fußpumpe wurde die Luft in die Flasche gepresst. Die Flasche lag in einem Abschussrohr. Der Überdruck sorgte dafür, das der Flaschenkorken nachgab und durch den Druck flogen die Flaschen in weitem Bogen weg. Ein weiterer Stand forderte die Künstler unter uns. Wir durften dort malen. Das Thema war frei. Tolle Bilder kamen ans Tageslicht. Endlich war an diesem Wettkampftag die erste Halbzeit vorbei. Wir duften uns an dem Barbecue vergreifen. Meine Lieblingsspeisen waren die Hamburger und der Nachtisch: Kuchen. Solange die Pause andauerte, konnten wir die 5. Station benutzen, eine Hüpfburg, solange wir wollten. Klar das diese bis zum Rand gefüllt war. Zum Abschluss gab es das „Wet n‘ Wild“ Spiel. Es ging los, damit das man in ein Wasserbecken springen musste, von da aus, musste man unter einem Fischernetz herkrabbeln, Wasser transportieren , einen Becher über eine Rutschbahn (von einem Starken Gummi zurückgezogen) auf einen Topf stellen, einen Ball, der nicht gerade klein war über den halben Fußballplatz bringen und dann über eine Seifenrutschbahn ins Ziel rutschen. Dies war ja schon ganz schön schwer, doch die anderen Teilnehmer durften es noch schwerer machen. Sie nahmen Becher voller Wasser und schütteten sie in die Gesichter der Läufer. Alle nutzten die Gelegenheit natürlich aus. Danach ging es unter die warme Dusche und nach ein paar Runden „Dalumti“ gab es Abendessen. Viele gingen müde und erschöpft, früh ins Bett. – Hüpfer auch! – Hüpfer

Montag, 03.07.2000

Nach dem Frühstück sollten wir uns im Aufenthaltszelt treffen. Wir sollten entscheiden, was wir in dieser Woche unternehmen wollten. Für heute wählten wir das „Sea -  Life Center“ aus. Um 11.00 Uhr ging es los. Unterwegs kamen wir in einen Stau und verfuhren uns mehrmals, denn Birmingham ist eine schreckliche Stadt. Als wir endlich einen Parkplatz gefunden hatten, mussten wir erst einmal den Eingang suchen. Endlich waren wir drin. Es war phantastisch!!! Man konnte Rochen, Quallen, Haie und andere Fischarten sehen. Man sah bei einigen Bassins und Aquarien, wie die Tiere gefüttert wurden. Nach dem das halbe Center leer war, fuhren wir langsam nach Hause. Wir verfuhren uns wieder ein paar mal, was allerdings nicht alle mitgekriegt haben, sie hatten es schlicht verpennt. - Quax

Dienstag 04.07.2000

Sehr früh aufgestanden, denn wir wollten zu „Alton Towers“ einem Freizeitpark. Als wir ankamen mussten wir erst einmal vom Parkplatz zum Haupteingang mit einer Einschienenbahn fahren. Im Park gab es eine Geisterbahn, drei Achterbahnen, zwei Schiffsschaukeln, eine Spielhalle und viele Restaurants. Am besten war es mit Trockner Geisterbahn zu fahren. Der hatte nämlich so viel Schiss, das wir ihn nur antippen mussten, damit er schrie. An einer Schiffsschaukel war es so leer, das man höchstens eine Minute anstehen musste. Und an einer Achterbahn ging es senkrecht runter. Susan war übrigens auch dabei. Sie hatte ihre kleine Enkeltochter mitgenommen.

M & M

Mittwoch, 05.07.200

Wir sind um 11.00 Uhr losgefahren, zum Straßenbahnmuseum. Nicht alle sind mitgekommen, Kelly hat auch nur die mitgenommen, die Lust darauf hatten. (Er hat ja so einen Spleen. Wir fanden auch Straßenbahnen und durften auch mit ihnen fahren. Dort gab es alte Doppeldecker und auch einen Wagen aus Berlin. Kelly flippte natürlich aus und filmte die Dinger, wir durften sie fotografieren. Im Lager angekommen kauften M & M und ich uns Flugzeuge aus Styropor und haben damit gespielt. Als ich und M & M keine Lust mehr hatten, haben wir Fußball gespielt, dabei ging sein Flugzeug kaputt. Ich habe ihm 25 Pence dafür gegeben, damit er sich ein neues kaufen konnte. Nach und nach beschimpfte er mich, dafür bekam er dann Spüldienst. - Wurzel

Donnerstag, 06.07.2000

Heute war ein Faulenzerstag an dem die Sonne sogar ein bisschen rauskam. Das brachte uns auf die Idee Völkerball zu spielen, was ich mit vier Leuten pro Mannschaft ziemlich langweilig fand. Nach zwei Partien, die wir leider beide verloren hatten, kam mir der Einfall ein wenig mit dem Wasserschlauch rum zu spritzen, wobei die Auswahl zum Opfer natürlich auf Kelly fiel. (Wovon der nicht besonders begeistert war.) Das hätte ich nicht tun sollen, weil Rocky einfiel, das ich ihn ein paar Tage zuvor nass gemacht hatte. Also schloss er sich mit Kelly zusammen und Bifi und ich waren hinterher die gearschten. Doch ich hatte immer noch nicht genug und lief zum Völkerballfeld, wo Kelly seine Schuhe ausgezogen hatte. Ich entführte sie an eine leises Örtchen und verknotete dort die Schnürsenkel. Ich stellte die Schuhe wieder klammheimlich an ihren Platz. Als Kelly den Pfusch bemerkte rief er die anderen Gruppenleiter zusammen, um mich zu pflocken, welches später auch durch kräftige Unterstützung meiner „guten Kameraden“ ausgeführt wurde. frei saßen auf meinen Beinen, zwei auf meinen Armen. Rocky und Kelly machten die Knoten und schlugen die Häringe ein. Trockner steckte mir noch eine Wäscheklammer auf die Nase und ich zappelte wie ein Fisch an der Angel. Als ich mich endlich nicht mehr rühren konnte, stellten sie einen Topf auf meinen Bauch und gossen aus einem Meter Höhe eiskaltes Wasser hinein, wobei die Hälfte daneben ging. Die Anderen kitzelten mich aus. Endlich ließen sie mich ruhig liegen und überließen es mir mich selbst zu befreien. 5 Minuten brauchte ich dafür. (Es waren 15, die Redaktion) – Schlaaba

Freitag, 07.07.2000

Heute sollten wir auf einem Kanal ein Boot fahren. Um 8 Uhr gab es Frühstück. Danach fuhren nach Foxton Locks, wo unsere Bootstour begann. Als es dann um 10.00 Uhr endlich losging, steuerte als erster Quax das Boot. Später durfte dann jeder einmal an das Steuer und durfte für eine halbe Stunde fahren. Bestimmte Leute kamen mit der Steuerung nicht so zurecht und rammten ein paarmal das Ufer. Als wir in Market Harbourough anlegen wollten, fuhren wir erst einmal in einen Privathafen. Wir wurden sofort wieder zurückgeschickt. Wir hielten etwas außerhalb des Hafens und legten am Ufer an. Wir nutzen dies für eine Pinkelpause und konnten aber nichts einkaufen, da die Geschäfte geschlossen waren. Auf dem Rückweg wurden die Enten unterwegs gefüttert, das sie fast das Boot mitgefressen haben. Auch unsere Vorräte, die wir aus dem Lager mitgebracht hatten waren so nach und nach aufgebraucht. Später bei der Bootsübergabe im Hafen, fütterte Hüpfer noch eine Ente mit Chips. Es hat ihr trotzdem geschmeckt. Auf dem Rückweg hielten wir in Blaby an einem Fish and Chips Shop. Wir kauften uns das Zeug und im Lager waren wir alle so vollgefressen und müde, das wir uns am liebsten sofort ins Bett gelegt hätten, aber leider hatten wir noch eine Einladung der Blaby Scouts zur Gruppenstunde vorliegen. Zuerst schauten wir beim Flaggenappell zu. Danach wurden wir mit den englischen Pfadis zusammengewürfelt und nahmen an einem Stadtspiel teil. Wir mussten verschiedene Aufgaben erledigen. Meine Gruppe wurde zweiter! Endlich im Lager angekommen fielen wir alle todmüde in die Schlafsäcke. Ich fand den Tag sehr anstrengend, aber auch sehr schön und interessant. – Bifi

Samstag, 08.07.2000

Warum darf eigentlich immer nur ich über den An- und Abreisetag schreiben? Ich möchte mich diesbezüglich bei der Fahrtenleitung beschweren. Ok, wie gesagt handelte es sich um den Tag, an dem wir von Leicester nach Croydon umziehen wollten. Das bedeutete das wir um 8.00 Uhr aufstehen mussten. Wir wollten so schnell als möglich losfahren. Keiner hatte aber so recht die Lust zum Zelte abbauen.Deshalb brauchten wir doppelt so lange, wie geplant. Irgendwann tauchte in dem Getümmel noch eine Gruppenleiterin der anderen Pfadfinder auf. Sie spendierte uns noch einen Kuchen. Nach dem das Lager, bis auf den Fahnenmast abgebaut war, machten wir einen Abschlusskreis. Dann wollte Kelly den Minibus nach vorne bringen und er fing an den Schlüssel zu suchen. Die Suche ging soweit, das er jedes menschliche Wesen deswegen bescheuert machte und wir den ganzen Bus, der fast vollständig beladen war, wieder ausladen sollten. Aber Gott sei Dank, bzw. Gott sind wir dumm, - Hüpfer fand den Schlüssel in der Schwebetür. In der Zeit, wo Kelly den Wagen nach vorne fuhr, köpften wir den Fahnenmast. Anschließend hatten wir noch das Vergnügen den Platz zu säubern. Als ich dann zum Bus ging sah ich einen dicken feuchten Fleck unter dem Auto. Zuerst dachte ich (Ich soll ja auch nicht denken!), der Bus hätte Öl verloren. Aber als ich daran roch, merkte ich das, der feuchte Fleck nach Kaffe roch. So war es dann auch. Ich öffnete die Bustüre und auf der Rückbank lag die Kaffeekanne umgekippt auf der Rückbank. Der Inhalt war durch den ganzen Bus gelaufen und hinten an der Türe auf den Hof gekleckert. Nach dem wir dann auch diese Krise bewältigt hatten, fuhren wir los. Dank meiner tollen Fähigkeit, Karten zu lesen, haben wir uns auch nur einmal verfahren. (In der Zeit wo er nicht eingeschlafen war!) In Croydon angekommen, mussten wir die Zelte wieder aufbauen. Da ich aber am Rande eines Nervenzusammenbruchs war, hatte ich es nicht einmal mehr geschafft, einen Häring in den Boden zu hauen. Aber irgendwann standen dann auch die letzten Zelte und wir konnten etwas essen. Danach bin ich schlafen gegangen und ich weiß nicht mehr was noch alles passierte. - Trockner

Sonntag, 09.07.2000

Wir hatten ausgemacht, dass es erst um 11.00 Uhr Frühstück geben sollte. Gott sei Dank!! Nach dem wir alle so mehr oder weniger ausgeschlafen, aber trotzdem ausgeruht fertig gegessen hatten, begann ein ruhiger Lagertag. Obwohl ich (Rocky) und Trockner keine Lust hatten, räumten wir die Küche ein. Endlich war das Zeltlager einigermaßen o.k. und aufgeräumt war, beschlossen wir für den nächsten Tag das Pioneering - Material zu nutzen. Das heißt auf deutsch: Turm bauen! Als wir eine Zwischenabrechnung machten, sahen wir dass wir uns nach Alton Towers, Boot fahren, und Madame Tussauds das Budget für den Vergnügensbereich überschritten hatten. Trotzdem beschlossen wir 3 x mal nach London zufahren, das erste mal am Dienstag. Bis zum Abend war es schön ruhig. Und alle gingen etwas früher ins Bett als sonst. - Rocky

Montag, 10.07.2000

Wieder begann der Tag etwas feucht und kalt. Wir frühstückten ganz normal. Dann wurden wir gezwungen ein paar Baumstämme zu holen. Dummerweise fielen uns auch ein paar Seile in die Hand. Unser Zwingman (Kelly) drohte uns mit Spüldienst, wenn wir nicht sofort mit dem Turmbau anfangen würden. Jedoch hatten wir diesmal den lieben Gott auf unserer Seite. Er schickte uns soviel Regen, dass selbst Kelly keine Lust zum Turmbau mehr hatte - juchhuu!!! Um uns an einen trockenen Ort zu begeben, fuhren wir nach Addington. Wir schlichen durch die Shops und kauften hier und da etwas ein. Wieder im Lager wurde ein Ausgang zur Tabuzone erklärt. Nicht etwa weil dort eine Mädchengruppe zeltete, näh, dort sind Quax und M&M ausgerutscht und waren von oben bis unten voller Schlamm. Nach dem Abendessen, als es bereits dunkel war, stellten wir Kerzen und unsere Benzinlampe ins Aufenthaltszelt. Sie brachten Licht aber auch dicke Luft. Trotzdem spielten wir Dalmuti. Als die Nachtruhe anbrach, wieselten wir zwischen den Regentropfen durch und verschwanden in den Pooftüten. - Kelly

Dienstag, 11.07.2000

Wir mussten alle früh aufstehen, denn heute stand ein Besuch in London an. Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Kleinbus nach East Croydon, kauften Tagestickets und fuhren zurück zur Straßenbahn nach Addington Village. Als Kelly den ersten Straßenbahnzug entdeckte, benahm er sich als ob er BSE hätte. Vor Aufregung ganz verrückt (eigentlich Normalzustand!) erklärte er uns, dass diese Straßenbahn erst vor zwei Monaten eröffnet wurde. Nachdem er sich beruhigt hatte, gab er uns die Tagestickets. Damit konnten wir in ganz London mit allen U - Bahnen, den roten Doppeldeckern und den besagten Straßenbahnen fahren. Weil Kelly uns zur Familie erklärte (igitt!), bekamen wir die Tickets etwas günstiger. Endlich fuhren wir mit der Linie 3 nach East Croydon, wo wir vorher schon waren, aber nicht blieben, weil die Parkgebühr zu hoch war. Mit dem Zug fuhren wir nach Victoria Station, einer der Kopfbahnhöfe Londons. Von da aus ging es weiter mit der District Line nach Tower Hill. Wir begafften das Türmchen (Tower of London) von außen und latschten anschließend über die Tower Bridge. Wir wandelten an der Themse entlang, bis zum London Dungeon. Kelly war restlos begeistert. Er setzte seinen Willen durch, an diesem Tag nicht dorthin zu gehen. Stattdessen fuhren wir nach Elephant & Castle, wo wir einen Tesco Laden stürmten. Wir versorgten uns mit unserem "Mittagessen". Es ging weiter mit den Bus der Linie 12. Wir wollten zum Piccadilly Circus fahren. Aber an einer roten Ampel in Höhe der Trafalger Square stiegen wir wieder aus. Denn es war ein alter Bus ohne Türen. Auf dem Trafalger Square kauften sich ein paar Taubenfutter. Sie wunderten sich über die Angriffslust der Viecher (Hitchcock - Die Vögel). Big Ben stand als nächstes auf der Reihe. Wir lauschten dem Klang seiner Glocken. Etwas müde und kaputt ging es zurück über Embankment, Victoria und East Croydon ins Lager. Dort entdeckten Trockner und ich eine Höhle im Gebüsch. Nach diesem anstrengenden Tag gingen wir dann früh zu Bett. - Hüpfer

Mittwoch, 12.07.2000

Nach dem Frühstück, mussten wir den Turm zu Ende bauen. Ich habe die Leiter gebaut, Kelly und Bifi haben den Fahnenmast befestigt. Die Anderen haben natürlich auch etwas gemacht. Außerdem brauchten wir auch Feuerholz. Nach dem Suchen, war auch schon der halbe Tag um. Am Nachmittag durften wir an die Kletterwand ausprobieren.Wir bekamen Helme und Gurte und durften unter Anleitung die Wand besteigen. Es gab drei verschiedene Schwierigkeits- stufen. Schlaaba meint er wäre der schnellste (Ha, ha) Trockner hat sich mal wieder nicht getraut. Kelly schob seinen kaputten Rücken als Ausrede vor. Wir hatten unseren Spaß diese Wand zu bezwingen. Die beiden Scouts, die uns sicherten, mussten so manchen Brocken abfangen. Danach hatten wir etwas Freizeit, die Leiter fuhren einkaufen und wir haben "vaulgelenzt". (Originalschriftsatz!) Irgendwann begannen wir mit dem Lagerfeuer und kurz darauf war die Nacht hereingekotzt,- ähh gebrochen. (Beim Turmbau haben die Anderen, das Meiste getan, die Redaktion) - Quax

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