Sonne, Regen, Stacheldraht - Jungpfadfinder und Wölflinge massenhaft!
Pfingsten 2003 - Kommannshausen

Am Anfang eines jeden Zeltlagers steht das allseits geliebte Aufbauprogramm. Die Gruppenleiter mosern nur rum, weil die Kiddies sich immer wieder verstecken. Trotzdem ging es in diesem Jahr etwas besser. Auch das Wetter spielte dieses Jahr mit. Kottmannshausen, was sonst?!?!

Also kurz gesagt, nach anstrengenden Stunden standen die Zelte endlich. Das Klo und die Abfallgrube wurden noch ausgehoben. Holz für das Lagerfeuer wurde gesammelt und so langsam wurde es dunkel. Mit geübten Handgriffen versuchte Bifif das Lagerfeuer zu entzünden. Irgendwann in dieser Nacht erklangen die schaurig,

schönen Gesänge aus 29 Kehlen, bzw. Kehlchen. Allerdings können Rotkehlchen wesentlich besser zwitschern, als wir singen! Wenn einer von außen zugehört hätte, hätten wir wahrscheinlich eine Schmerzensgeldklage am Hals. Die Nacht war schon fast zu Ende, die Kinderchen lagen in ihren Poftüten, als ein fürchterlicher Schrei durch das Lager ging. Wieder war es unsere Milka. Diesmal hatte sie keine Angst im Zelt zu schlafen, sondern es war ein kleines Tierchen, aus der Gattung der Krabbelinsekten. Man nennt die netten Tierchen auch Spinnen. Allerdings musste auch Milka lernen, dass die Pfadfinderin Pflanzen und Tiere schützen muss.

Auch die Nachruhe wurde nicht eingehalten. Weder die Mädchen, noch die Gruppenleiter und Helfer konnten sich an die Nachtruhe halten. Kichern und Schwatzen, Lachen und Schreien bis spät in die Nacht hinein. Gegen 2.00 Uhr trat den etwas Ruhe ein. Eigentlich sollte die Nachruhe bis gegen 8.00 Uhr andauern.  Doch wir haben Füchse dabei. Diese normalerweise niedlichen Tiere, waren in unserem Falle aber die "Neuen", aus der Mittwochsgruppe. Die standen schon um 4.30 Uhr, also in Worten vier Uhr, dreißig Minuten draußen rum und krakelten was das Zeug hielt. Grrr.......!

Das Frühstück wurde eingenommen und auch die "Neuen", also Füchse lernten die Grausamkeiten der Gruppenleiter kennen. Also zum Beispiel beim Essen die Kappen abzunehmen. Oder erst anzufangen, wenn alle am Tisch sitzen. Auch das Warten bis die Tische wieder abräumen und ganz unverschämt... Man muss sein Geschirr tatsächlich selbst abspülen! - "Mama, wo bist du?" Nachdem auch dieser Job getan war, wurden die Gruppenleiter geärgert. Während Kelly mit vier kleinen Helfern nach Radevormwald fuhr, tobte im Lager eine Wasserschlacht. Natürlich auf Kosten unseres Trinkwassers. Ach ja: "Der Pfadfinder ist einfach

 und sparsam. Kelly war begeistert, musste er doch wieder zum Bauernhof fahren und Wasser holen. Bei den Temperaturen dringend nötig.  Unten am Bach wurde noch ein altes Rohr eingebaut und so hatten wir wenigstens eine kleine Waschstelle. Rocky, der Dummbatz musste natürlich beim Waschen ausrutschen und sich in den Schlamm legen. Hihihi, der sah aus!!!!  Später nahm Rocky noch einen Gruppenleiter mit und sie gingen zur Wiese vom Vorjahr. Dort hatten wir unseren Fahnenmast versteckt. Der wurde dann im Lager aufgestellt und schon bald, durfte unsere Fahnenwart Bifi feierlich das Fähnchen hissen. Schlaaba, Cookie, Bifi bereiteten das Waldspiel vor. Na ja. Der Plan, eine Seilbrücke aufzubauen, scheiterte

kläglich. Ja, ja man müsste Knoten können! - Oder die Waldläufer- zeichen, oder Verkehrszeichen lesen wäre auch nicht schlecht. Ich will ja keinen Schlaaba verraten, der erst 3 km in eine Sackgasse lief, dort Zeichen legte und dann feststellen musste, dass es am Ende nicht mehr weiterging. Also wieder 3 km zurück. Dann auch noch eine Botschaft schreiben, wo man diese Peinlichkeit auch noch notierte, damit die andern Teilnehmer herzhaft lachen können.... Noch einmal Hahahaha!!!!. Bevor wir das Waldspiel starteten gab es aber erst noch ein Mittagessen... Und Spüldienste wurden verteilt. Dann wurden die Mannschaften gebildet und vier Teams setzten sich in Bewegung.

Wegen der heißen Temperaturen hatten wir das Spiel etwas verkürzt. Trotzdem stockte das Spiel etwas. Man musste doch tatsächlich Morsezeichen auf den Botschaften entziffern. Dieblöden, fiesen
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Gruppenleiter sind ja so gemein. Hähähähä! Also ging es über Stock und Stein, durch Wald und Wiese. Unterwegs fanden wir Botschaften in , oder Morsezeichen. Botschaften waren mit komischen Zeichen angelegt. Kelly erregte sich etwas, weil dieser Fehler schon vor einem Jahr, von dem gleichen I... gemacht wurde. Der lernt es wohl nie! Selbst die Wölflinge lachen ihn aus!
An einem Posten mussten wir mit dem Feuerwehrgriff eine Person

transportieren, ein anderer Posten verlangte die Suche des nächsten Zeichens per Kompass. Langsames Vorrücken, bis zur nächsten Botschaft, schon wieder Geheimschrift. Und dann diese Sauklaue. Diesem Gruppenleiter müsste man mit Spüldienst überschütten. Nee, jetzt mal erst nicht weiter!!! Pause und die Kekse verdrücken. Dann geht es weiter. Über umgefallene Bäume und dann wieder über einen kleinen Bach. Ahh, der Grashalm ist lang genug, um einen ollen Helfer zu ärgern! "Halt! Stopp! Ich habe einen Stein im Schuh". "Man zieh bloß nicht den Schuh aus, die Kühe fallen sonst tot um!" "Endlich da hinten ist unser Zeltlager!" Wir haben es bald geschafft.

Im Lager beginnt langsam ein bisschen Unruhe Kinder mit Heftchen laufen hin und her. Dann werden wir wieder in den Wald gescheucht. Holz sammeln!

Ein Lagerfeuer wird wieder aufgebaut. Zuvor gibt es aber Abendessen. Dann wird der Kreis am Lagerfeuer immer dichter. Wieder genügt ein Streichholz (kicher!) um das Lagerfeuer zu entzünden. Geschichten werden erzählt.

Gesänge ertönen durch die Nacht. Aber auch irgendwann in dieser Nacht ist auch der wacheste Pfadi müde. Es geht ins Bett. In dieser Nacht sind die Kleinen, ja sogar die Füchse schon etwas müder und erst am frühen Morgen (7.00 Uhr - Sonntag!) war die Nacht schon wieder zu Ende. Nach dem Frühstück wurde erst einmal geklärt, wer es denn wagen wollte sich der Prüfung zum

Wölfling, oder gar Jungpfadfinder zu stellen. - Was, wie viele? Seit ihr bekloppt? Von 29 Teilnehmern wollen 20 an der Prüfung teilnehmen? Uff, das bedeutet wieder Arbeit für die Gruppenleiter. So ging es nach dem Frühstück los. Bis zum Mittagessen geht es weiter. Doch dann droht das angekündigte Gewitter zu kommen. Und dann kam es. Gewaltig! Hagelschauer, heftigster Regen und Sturm. Doch wir, wir aßen unser Mittag. Leider ließ sich dadurch der Regen nicht vertreiben. Unser Aufenthaltszelt verwandelte sich in eine Schlammbühne. Doch die Leiter kennen keine Gnade. Sie suchen sich trockene Plätze und prüfen weiter. Zwischen den Schauern wurde sofort wieder Fußball gespielt, oder sonstiger Unfug getrieben. So wurde zum Beispiel getestet, wie rostig ein Stacheldraht sein kann. Milka stellte dafür ihr rechtes Bein zur Verfügung. Die Wunde danach wurde fachmännisch, trotz Proteste von Milka

mit Jod und Pflaster versorgt. Dann geht es weiter. Wieder Regen, Donner und Blitz. Egal, die Prüfung läuft. Vor allem bei der Ersten Hilfe stockt es etwas. Quax kommt nicht richtig durch mit seinen Kandidaten. Die anderen Gruppenleiter helfen aus. Dann das Abendessen. Wegen der Prüfungen haben wir unsere Würstchen vergessen. Also keine Grillwürstchen - zumindest nicht zum Abendessen, aber

auch das Wetter ließ es nicht zu. Wir hofften wenigstens auf ein paar Stunden, ohne Regen. Wir bauten sogar ein Lagerfeuer auf. Und dann die Wende. Die Gruppenleiter besprachen das Ergebnis. Überraschend gut war die Prüfung abgelaufen. Von 20 Teilnehmern kamen 19 durch. Toll! Endlich kamen sie aus dem Auto gekrochen. Dann wurde das Feuer angezündet und die Versprechensfeier begann. Mit etwas "sanfteren" Liedern wurde sie angefangen und dann wurden die neuen Wölflinge gefragt, ob sie ihr Versprechen abgeben wollten, oder nicht. Sogar Jungpfadfinder gab es an diesem Abend in den großen Kreis aufzunehmen. Auch diese Prozedur haben wir mit Versprechern der Gruppenleiter zu Ende gebracht. Danach gab es dann noch ein Bier für alle. Die Gruppenleiter genehmigten sich eine Flasche und die Kinder bekamen Malzbier, gut gekühlt am Bach. Dann wurden doch noch

ein paar Würstchen gegrillt. Es wurde ruhiger und so nach und nach ertönte erst ein Gähnen und später das Schnarchen, nicht jedoch bevor wieder ein markerschütternder Schrei durch das Lager ging. Diesmal war es eine Schnecke, die zu diesem Aufschrei animierte.
Das Frühstück am nächsten Morgen fiel etwas später aus. Dann begannen wir mit dem Abbau der Zelte und des Lagers. Bis zum Mittag ging dies auch noch ganz gut. Nach dem Mittagessen jedoch, kam der Einbruch. Wieder mussten die Eltern warten, bis wir das Lager beendeten. Wir fuhren dann nach Hause. Die Gruppenleiter räumten die Autos am Gruppenraum leer.  - Das war's!! - Kelly

Hier noch die neuen Wölflinge:
Jamie, Helmi, Beo, Mario Mohr, Löwenherz, Fabian Staab, Dustin Reith, Krümel,
Schwalbe, Milli, Diva, Julia, Snarg, und Marvin
Hier die Jungpfadfinder:
Cookie, Milka, Pumuckl und M&M
Ach ja, da gab es auch noch einen Pfadfinder:

Quax