Diva und Anton der Autschkäfer
Wochenende in der Jugendherberge Radevormwald

Freitag,  24.01.2003

Während des Planungswochenendes wurde diese Freizeit angeregt und terminlich fixiert.
Doch für Kelly kam der Januar wieder viel zu schnell. (So seine Ausrede!) Trotzdem gelang es uns noch mit insgesamt 20 Teilnehmern diese Fahrt durchzuführen.

Also nun zur Geschichte: Am Freitag trafen sich die Teilnehmer am Bahnhof Oberbarmen. Trotz genauer Beschreibung des Treffpunktes fehlten zunächst drei Teilnehmer. Sie warteten auf der anderen Seite des Bahnhofes. Irgendwie schafften wir es aber doch, die Gruppe zusammen zu bringen und mit mehreren Autos ging es zur Jugendherberge. Kelly, Blubb und die beiden Marx Brother's kamen später.

In der Jugendherberge wurden zunächst die Zimmer bezogen. Die 4 Mädchen bekamen zwei Leiterzimmer und waren zu zweit untergebracht. Die sogenannten "Großen" bezogen ein Achter Zimmer und die "Kleinen" hatten sich auch ein Achter Zimmer zu teilen. Und das ausgerechnet mit Kelly. Puh, das bedeutete Stress für die "Kleinen". Mussten sie sich doch benehmen.

Als endlich alle beisammen waren, wurde uns auch schon das Abendesse serviert. Nach dem Essen kramten wir die mitgebrachten Spiele raus und es wurde Uno, Stadt, -  Land, - Fluss, Mensch ärgere dich nicht, oder Tischtennis gespielt. Später schlugen die Gruppenleiter eine Nachtwanderung vor.

Also packte man  die Taschenlampen zusammen und machte sich auf den Weg. Die Ju - He liegt direkt an einem Wald und so konnten wir schon bald im Dunkeln munkeln. Es war ziemlich kalt geworden, so dass sich bereits Reif auf den Autos bildete. Isana hatte sich mittlerweile schon mehrfach künstlich über die Fotografen und Filmer aufgeregt. Dieses Verhalten wurde ihr später zum Verhängnis. Sie hat seit diesem Wochenende ihren Spitznamen: "Diva". (hihihi)

Fröhlich und gut gelaunt kamen wir wieder in der Jugendherberge an. Während die Kleinen recht bald einschliefen, hatten die Großen eine Ausblick auf die gegenüberliegenden  Fenster. Dort bewegten sich Mädchen hinter den Fenstern. Die "Großen" hofften wohl auf tiefere Einblicke. Wohl vergeblich. Irgend so ein Keks aus der Gruppe der Pandas machte sich im Schlafraum als Gruppenclown verdient.

Ähh... John, so hieß der Kerl wohl. Auch er bekam an diesem Wochenende sein Fett weg. Dieser Keks, englisch auch Cookie genannt, verdiente eigentlich schon seit langem einen Spitznamen.  Na, ja, tun wir ihm den Gefallen. Herzlich willkommen Jo..., ähh Cookie im Kreis der Spitznamen. Irgendwann in dieser Nacht wurde es auch im Zimmer der Großen endlich ruhig.

John behauptete später, weil jemand aus dem Zimmer geschnarcht hätte, hätte er sich auf die Fensterbank gelegt, um dort zu schlafen. (ich glaube jedoch er hat davon geträumt die Mädchen gegenüber noch einmal zu sehen.

Samstag 25.01.2003

Alle motzten wegen des frühen Ausstehens. Aber in Ju - He's ist es nun

mal Regel, dass man um 8.00 Uhr frühstücken muss. Entsprechen müde Gestalten saßen an den Tischen.

Nach dem Frühstück gingen wir nach draußen und gemeinsam spielten wir ein paar Spiele im Kreis. Jan trug wieder seine rote "Rittermütze". Auch er bekam recht schnell einen Spitznamen. Löwenherz wird er seit dem gerufen. Später wurden zwei Mannschaften gebildet und "Capture the flag" stand auf dem Spielplan.

Dann war auch schon das Mittagessen fertig. Wir warfen unser Planung etwas um und gingen dann nach Radevormwald schwimmen. Am Schwimmbad angekommen, meinte Krümel, dass er seine Schwimmsachen in der Jugendherberge vergessen hätte. Rocky erklärte sich bereit diese zu holen. Im Aquafun tobten wir im Wasser herum. Die Gruppenleier spielten Zwergenwerfen.

Die Füchse sind eben noch sehr klein und deswegen kam man sie im Wasser sehr gut werfen. Auch die Rutsche hatte es uns angetan. Leider war die Zeit viel zu schnell vorbei. Endlich waren alle trockengelegt und es ging in die Jugendherberge zurück. Dort angekommen wurden die nassen Badesachen zum Trocknen aufgehängt.

Krümel wurde mehrfach aufgefordert seine Sachen auch aufzuhängen. Doch der druckste nur herum. Bis sich herausstellte: Seine Badesachen hätte er diesmal im Schwimmbad vergessen. Jedoch hatten die Gruppenleiter es bemerkt und die Sachen schon mitgenommen. So konnte man fast den Stein hören, er da runter geplumst war.

Das Abendessen gestaltete sich als Rennstrecke. Warum? Ganz einfach. Wir hatten Kohldampf und so kam es, dass eigentlich immer Einer, oder Eine auf dem Weg in die Küche war um Nachschub zu besorgen. Jamie, die Kleinste hat alleine 7 Brote gegessen. Aber auch die Anderen fraßen nach dem Motto: "Guten Hunger, haut rein wie Achtzig!" (Statt Achtzig meinen hier die Pfadis auch Kelly!)

Mittlerweile hatte es draußen geregnet und der Boden war glatt geworden. Später fiel auch noch etwas Schnee. Wir kramten noch einmal die Spiele heraus. Bevor dann endlich Ruhe war, wurde noch viel gelacht und getobt in den Zimmern.

Sonntag, 26.01.2003

Bifi und Dagobert waren schon sehr früh unterwegs. Sie legten noch vor dem Frühstück die Waldläuferzeichen für unser Stadtspiel. Nach dem Frühstück wurden die verschiedenen Mannschaften gebildet und dann ging es los. Die Zeichen endeten vor der Stadt. Dort bekamen die Mannschaften einen Fragebogen ausgehändigt.

Die Fragen konnte man entweder durch eigenständige Suche anhand von Fotos beantworten, oder man ging den Radevormwaldern auf die Nerven.  Allerdings gab es Schwierigkeiten. Ein Problem war der dicke Nebel. So konnte man die Kirchentürme nicht sofort finden. Vielfach bekam man die Auskunft von den Leuten: "Man sei nicht von  hier, deshalb könne man die Frage nicht beantworten.

So nach und nach wurden die Aufgaben aber gelöst. Nur eine Frage blieb von allen Gruppen unbeantwortet: Wo wohnt Anton der Autschkäfer? Keiner  in Radevormwald kannte den Autschkäfer. Des Rätsels Lösung ist auch nicht so einfach. Ein großer Plüschkäfer im Schaufenster der Sonnen Apotheke ist Anton der Autschkäfer. So einfach ist das!

Mit Ende des Stadtspieles ging es in die Jugendherberge zurück. Das Mittagessen wartete bereits auf uns. Nach dem Essen begannen die Leiter das Spiel auszuwerten.  Eine Aufgabe war ein Gedicht über Radevormwald mit mindestens sechs Zeilen zu schreiben. Die geistigen Ergüsse werden hier auch noch veröffentlicht. 

Nach der Auswertung wurden die Sieger gekürt. Diese Freizeit ging dem Ende entgegen. Die Mutter von Fabian (Sterr, es gibt drei Fabians in der Gruppe der Füchse) hatte noch zwei Kuchen gebacken. Mit Kakao und Tee ließen wir uns diese schmecken.

Dann kamen auch schon die ersten Eltern, die uns wieder nach Hause fahren wollten. Also noch schnell den Tagesraum säubern und draußen wurde noch schnell das Gruppenfoto geschossen und mit dem  Herz erweichendem Abschiedslied beendeten wir diese tolle Freizeit.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei den Gruppenleitern und Helfern bedanken. Sie stellen ihre eigen Freizeit hinten an und bieten den Kindern diese Möglichkeit.

Kelly, 28.01.2003